St. Ulrich

Die St. Ulrichs-Kapelle, ein alter, nach Steicheles Vermutung aus dem 13. Jahrhundert stammender, im Inneren aber modernisierter romanischer Backsteinbau, liegt in Ober-Egling auf einer Anhöhe. Ihr Westgiebel trägt ein später verunstaltetes Spitztürmchen mit zwei kleinen übereinanderhängenden Glocken. 
 
An die Ostseite der Ulrichskapelle ist eine Lourdes-Grotte im Jahre 1891 vom Wagnerbauer Joseph Siebenhütter angebaut worden. Die Mutter-Gottes-Statue, die von Lourdes selbst mitgebracht wurde, stiftete dessen Tochter Maria, verheiratete Buttner. 

Dieser Anbau passt aber allerdings nicht zu diesem alten Bauwerk.
In der Nische des Einganges steht eine, in eindrucksvoller Manier gearbeitete Statute des gegeißelten Heilands mit der Dornenkrone. Die Kapelle hat drei Altäre mit alten Gemälden und eine Empore. Zu beiden Seiten der Ulrichskapelle wurden im Jahre 1906 von Lehrer Georg Rotter in Gegenwart der Schulkinder zur Erinnerung, dass Bayern 100 Jahre ein Königreich ist, Linden gepflanzt. Seit 1946 ist an der Kapelle ein Friedhof angelegt worden.